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Österreich: keine Staatsprüfung, aber Nostrifizierung und die Aspirantenprüfung für Apotheker

Österreich lässt nach Qualifikation zu. Die eigentlichen Hürden sind die von den Universitäten gestellten Nostrifizierungsprüfungen für ausländische Absolventen und die Prüfung der Apotheker nach dem Praktikum.

Exams in Austria

The licensing exam for each profession, from our regulator research. Open one to see what it covers.

Doctors

DoctorsExam overview

Nostrifizierung exams

Medizinische Universität (Nostrifizierung) + ÖÄK

University exams set per case (written/oral/OSCE) + language test

Pharmacists

Österreich auf einen Blick

  • In Österreich ausgebildete Absolventinnen und Absolventen legen keine staatliche Berufszulassungsprüfung ab. Ärzte, Pflegepersonen, Hebammen, Zahnärzte und Physiotherapeuten werden auf Grundlage ihrer Qualifikation eingetragen.
  • Für Ärztinnen und Ärzte gibt es am Ende der Ausbildung die Facharztprüfung, die über die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) und ihre Akademie der Ärzte abgewickelt wird. Der MedAT ist ein Aufnahmetest für Studienplätze an den Medizinischen Universitäten, keine Zulassungsprüfung.
  • Die Apotheker sind die Ausnahme: Nach einem zwölfmonatigen Aspirantenjahr legen sie die Prüfung für den Apothekerberuf ab, eine schriftliche und mündliche Prüfung.
  • Absolventen aus Drittstaaten durchlaufen die Nostrifizierung, ein Anerkennungsverfahren an einer Universität oder Fachhochschule, die Prüfungen von Fall zu Fall festlegt.
  • Deutschkenntnisse sind Pflicht. Ärzte legen zusätzlich eine Deutschprüfung der ÖÄK ab.
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Nostrifizierung exams

Medizinische Universität (Nostrifizierung) + ÖÄK

University exams set per case (written/oral/OSCE) + language test

Medizinische und gesundheitliche Ausbildung in Österreich

Das Medizinstudium in Österreich ist ein sechsjähriges Diplomstudium mit dem Titel Dr. med. univ. Es wird an den öffentlichen Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Johannes Kepler Universität Linz angeboten, dazu kommen private Angebote wie die Paracelsus Universität in Salzburg und die Karl Landsteiner Universität in Krems. Die Plätze sind begrenzt und werden über den Aufnahmetest MedAT vergeben. Unterrichtssprache ist Deutsch. Zahnmedizin dauert sechs Jahre, Pharmazie etwa vier bis fünf Jahre, und die Pflege wird inzwischen an Fachhochschulen gelehrt.

Nach dem Studium absolvieren Ärztinnen und Ärzte eine Basisausbildung von etwa neun Monaten und anschließend die Ausbildung zur Allgemeinmedizin oder zum Facharzt über mehrere Jahre. Zur Berufsausübung ist die Eintragung in die Ärzteliste der Österreichischen Ärztekammer erforderlich; wer einen Abschluss außerhalb der EU hat, muss ihn meist zuerst nostrifizieren lassen. Die Akkreditierung der Studien wird von AQ Austria und den Bundesministerien überwacht. Bitte klären Sie die Einzelheiten vor der Antragstellung mit der Ärztekammer.

ThemaAngaben
Medizinstudium6 Jahre, Dr. med. univ.
PraktikumBasisausbildung ca. 9 Monate, dann Facharztausbildung
UnterrichtsspracheDeutsch
Fakultäten und Anerkennung3 öffentliche Med-Unis, Linz und private Anbieter; AQ Austria
Weg zur ZulassungStudium, Ausbildung, Eintragung in die Ärzteliste

Ein prüfungsarmes System mit einer echten Hürde: der Nostrifizierung

Wer auf dieser Seite das österreichische Gegenstück zu einer bundesweiten Zulassungsprüfung sucht, wird sie nicht finden. In Österreich liegt die Qualitätssicherung bei der Ausbildungsstätte. Wer an einer Medizinischen Universität den Dr. med. univ. erwirbt, geht in die Basisausbildung und danach in die Facharztausbildung. Wer Gesundheits- und Krankenpflege an einer Fachhochschule (FH) studiert hat, legt eine kommissionelle Abschlussprüfung an der FH ab und lässt sich eintragen. In keinem der beiden Fälle stellt eine staatliche Stelle einen eigenen Multiple-Choice-Test.

Was es in Österreich dagegen gibt, ist die Nostrifizierung. Das ist die förmliche Anerkennung eines ausländischen Abschlusses als gleichwertig mit einem österreichischen, und für Absolventen aus Drittstaaten ist sie das größte Hindernis. Weil die Universität festlegt, welche Fächer Sie nachprüfen müssen, gleicht kein Akt dem anderen. Rechnen Sie je nach Beruf und Universität mit schriftlichen und mündlichen Prüfungen, mitunter auch mit praktischen oder OSCE-artigen Prüfungen.

Wer in Österreich eine Zulassungsprüfung ablegen muss

  • In Österreich ausgebildete Ärzte, Pflegepersonen, Hebammen, Zahnärzte, Physiotherapeuten: keine Zulassungsprüfung. Eintragung aufgrund der Qualifikation.
  • In Österreich ausgebildete Apotheker: die Prüfung für den Apothekerberuf nach dem Aspirantenjahr.
  • Absolventen aus Drittstaaten, alle Berufe: Nostrifizierung, mit Ergänzungsprüfungen, wo die Behörde Lücken feststellt, sowie Nachweis der Deutschkenntnisse.
  • Absolventen aus der EU und dem EWR: automatische oder allgemeine Anerkennung nach der EU-Richtlinie, mit Sprachprüfung bei der Eintragung.

Ärztinnen und Ärzte

Das Medizinstudium in Österreich beginnt mit dem MedAT, dem Aufnahmetest für die Studienplätze an den öffentlichen Medizinischen Universitäten. Wer ihn besteht, bekommt einen Studienplatz; mit der Berufszulassung hat er nichts zu tun. Nach dem Studium gibt es keine Staatsprüfung. Die Facharztprüfung folgt am Ende der Ausbildung und wird über die ÖÄK und die Akademie der Ärzte organisiert.

Im Ausland ausgebildete Ärztinnen und Ärzte

Ärzte aus Drittstaaten beantragen die Nostrifizierung an einer Medizinischen Universität, etwa in Wien, Graz oder Innsbruck. Die Universität veröffentlicht ein Merkblatt zum Verfahren und entscheidet, welche Fächer geprüft werden. Zusätzlich führt die ÖÄK auf Grundlage ihrer Sprachprüfungs-Verordnung eine Deutschprüfung durch.

  1. Nostrifizierungsantrag einreichen bei der Universität, mit Abschlusszeugnis, Studienleistungen und Lehrveranstaltungsbeschreibungen.
  2. Liste der Fächer erhalten, die Sie nachprüfen müssen. Die Universität legt sie fest.
  3. Die Universitätsprüfungen bestehen. Je nach Fach sind sie schriftlich, mündlich oder als OSCE angelegt.
  4. Die Deutschprüfung der ÖÄK bestehen.
  5. Bei der ÖÄK eintragen lassen und mit der Basisausbildung oder der Facharztausbildung beginnen.

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Apothekerinnen und Apotheker

Die Pharmazie ist der einzige Beruf in dieser Gruppe mit einer festgelegten Prüfung nach dem Studium. Absolventen der Pharmazie absolvieren das Aspirantenjahr, ein zwölfmonatiges betreutes Praktikum, und legen danach die Prüfung für den Apothekerberuf vor der Österreichischen Apothekerkammer ab. Sie ist schriftlich und mündlich, ihre Inhalte sind in einer Bundesverordnung geregelt, die im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Es ist eine Nischenprüfung mit kleinen Jahrgängen, weshalb es kaum kommerziell erhältliches Übungsmaterial gibt.

Apotheker aus Drittstaaten nostrifizieren zuerst ihren Abschluss an einer Universität, absolvieren dann das Aspirantenjahr und legen dieselbe Prüfung ab.

Pflegepersonen, Hebammen, Zahnärzte und Physiotherapeuten

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen (DGKP) qualifizieren sich heute über ein FH-Bachelorstudium, das mit einer kommissionellen Abschlussprüfung an der FH endet. Auch Hebammen und Physiotherapeuten werden über FH-Studiengänge ausgebildet. Zahnärzte schließen den Dr. med. dent. an einer Medizinischen Universität ab. Keiner dieser Berufe kennt eine bundesweite Zulassungsprüfung.

Ausländische Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen das Nostrifizierungsverfahren. Bei Pflegepersonen aus Drittstaaten können das Sozialministerium und die Landesbehörden Ergänzungsprüfungen oder Praktika verlangen, und in der Regel werden Deutschkenntnisse auf B2-Niveau erwartet. Hebammen und Physiotherapeuten nostrifizieren an einer FH, bei Bedarf mit Ergänzungsprüfungen. Zahnärzte aus Drittstaaten nostrifizieren an einer Medizinischen Universität mit Ergänzungsprüfungen; Deutsch ist erforderlich.

Die Prüfungen im Überblick

BerufZugangFormatHinweise
ÄrzteFacharztprüfungJe Fachgebiet am Ende der Ausbildung festgelegtMedAT ist nur ein Aufnahmetest
Ärzte (Drittstaaten)Nostrifizierung und ÖÄK-DeutschprüfungUniversitätsprüfungen plus SprachtestFächer werden im Einzelfall festgelegt
ApothekerPrüfung für den ApothekerberufSchriftlich und mündlich, nach zwölfmonatigem AspirantenjahrDrittstaaten: zuerst nostrifizieren
Pflegepersonen, Hebammen, PhysiotherapeutenFH-Abschlussprüfung; Nostrifizierung für DrittstaatenKommissionelle Prüfung; ErgänzungsprüfungenDeutsch B2 üblich
ZahnärzteDr. med. dent.; Nostrifizierung für DrittstaatenUniversitätsprüfungenDeutsch erforderlich

Sprache

Deutsch ist die Sprache aller Prüfungen und Verfahren. Gesprochen wird österreichisches Deutsch, das im klinischen Alltag eigene Wörter kennt (Spital, Jänner, Obers). Ärzte legen die Deutschprüfung der ÖÄK ab, die übrigen Berufe weisen in der Regel B2 nach. Die Universität Wien und andere Einrichtungen veröffentlichen die aktuellen Anforderungen in ihren Nostrifizierungs-Merkblättern.

Wo Übungsfragen helfen

Da die österreichischen Prüfungen vor Ort gestellt werden, gibt es keine bundesweite Fragenbank, die dazu passt. Übertragbar ist das klinische Wissen: Die Fächer auf einer Nostrifizierungsliste sind meist die vorklinischen und klinischen Kernfächer, die jedes europäische Curriculum abdeckt. Wer sich auf die Apothekerprüfung vorbereitet, braucht zusätzlich Kenntnisse des österreichischen Apothekenrechts.

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Die Universität für die Nostrifizierung wählen

Österreich hat mehrere Medizinische Universitäten (Wien, Graz, Innsbruck und die Medizinische Fakultät in Linz), und jede veröffentlicht ihr eigenes Verfahren. Die Fächerlisten im Kern ähneln einander, Fristen, Verfügbarkeit der Prüfenden und Gebühren unterscheiden sich jedoch. Manche Bewerber gehen davon aus, dass die Universität, bei der sie sich zuerst melden, auch die prüfende sein muss. Klären Sie daher, ob die Wahl des Standorts flexibel ist und wie lang die Warteliste ist.

Die Vorbereitung sollte sich an der Liste der Universität orientieren. Rechnen Sie mit Fächern der vorklinischen und klinischen Studienjahre, geprüft auf Deutsch. Mündliche Prüfungen verlangen klinisches Deutsch, und das ist nicht dasselbe wie allgemeines B2. Üben Sie, einen Mechanismus oder eine Differenzialdiagnose laut zu erklären. Für die Sprachprüfung der ÖÄK proben Sie Patientengespräch, Dokumentation und Fallvorstellung, denn diese Teile nennen Ärztinnen und Ärzte als die schwierigsten.

Aspiranten der Pharmazie sollten den Prüfungsstoff mit dem Studium der österreichischen Vorschriften zu Apothekenbetrieb, Suchtmitteln und Verschreibung verbinden.

Zur Nutzung dieser Seite

Für Ärzte sind die ÖÄK und Ihre Universität maßgeblich, für Apotheker die Apothekerkammer. Die Regeln zur Nostrifizierung unterscheiden sich von Einrichtung zu Einrichtung und ändern sich von Jahr zu Jahr; bestätigen Sie sie daher vor der Antragstellung. TriagePass ist von diesen Stellen unabhängig.

Frequently asked questions

Gibt es in Österreich eine bundesweite Zulassungsprüfung für Ärzte?

Nein. Österreichische Absolventen werden aufgrund ihrer Qualifikation eingetragen. Die Facharztprüfung ist eine Fachprüfung am Ende der Ausbildung, und der MedAT ist nur ein Aufnahmetest.

Was ist die Nostrifizierung?

Die Anerkennung eines ausländischen Abschlusses als gleichwertig mit einem österreichischen. Die Universität oder Fachhochschule entscheidet, in welchen Fächern Sie nachgeprüft werden.

Brauchen ausländische Ärzte eine Deutschprüfung?

Ja. Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) führt auf Grundlage ihrer Sprachprüfungs-Verordnung eine Deutschprüfung durch.

Welcher österreichische Beruf hat eine Prüfung nach dem Studium?

Die Apotheker. Nach einem zwölfmonatigen Aspirantenjahr legen sie die Prüfung für den Apothekerberuf ab, schriftlich und mündlich.

Müssen EU-Absolventen nostrifizieren?

In der Regel nicht. Qualifikationen aus der EU und dem EWR werden nach der EU-Richtlinie anerkannt, mit Sprachprüfung bei der Eintragung.

Welches Deutschniveau brauchen Pflegepersonen?

Für Pflegepersonen aus Drittstaaten wird üblicherweise Deutsch auf B2-Niveau verlangt. Die Behörde bestätigt das Niveau für Ihren Fall.

Last reviewed October 2026

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