Skip to content
Practise free

M2 Staatsexamen guide

Gastroenterologie, Nephrologie und Endokrinologie im M2: Themen und Prüfungsfallen

Etwa 32 der 320 M2-Aufgaben entfallen in unserer Gewichtung auf Verdauung, Niere und Stoffwechsel. Die Seite zeigt die Themen, die Fallen und einen Wiederholungsplan.

Updated October 2026. 5 min read

Gastroenterologie, Nephrologie und Endokrinologie bilden zusammen mit Kardiologie und Hämatologie den großen Block der Inneren Medizin. In unserer Gewichtung sind es rund 10 %, etwa 32 von 320 Aufgaben. Typisch sind Laborwerte, Stoffwechselentgleisungen und Medikamente, die an Leber oder Niere angepasst werden müssen. Wer hier sicher sein will, lernt Algorithmen für Blutung, Ketoazidose und Elektrolytstörungen auswendig und liest Laborwerte nach festem Schema. Die Gewichte sind redaktionelle Näherungen, kein Wert des IMPP.

10 %Gewicht (Näherung)
ca. 32erwartete Aufgaben von 320
18Themenfelder
5Lerntage im 100-Tage-Plan

Warum diese Domäne Punkte bringt

Stoffwechsel und Verdauung bieten dem IMPP viele Aufgaben mit klarer Entscheidungslogik. Eine Hyperkaliämie hat eine feste Therapiereihenfolge, eine Ketoazidose ein festes Vorgehen, eine obere gastrointestinale Blutung eine feste Abfolge aus Stabilisierung, Endoskopie und Therapie. Wer diese Reihenfolgen kennt, trifft sicher. Wer sie nur halb kennt, wird von plausiblen Distraktoren getäuscht.

Viele Aufgaben kombinieren zwei Systeme: Leberzirrhose mit Nierenversagen, Diabetes mit Niereninsuffizienz, Pankreatitis mit Hypokalzämie. Üben Sie deshalb gemischte Blöcke, sobald Sie die Einzelthemen beherrschen.

Die Themenfelder im Überblick

ThemaWas gefragt wird
Gastrointestinale Blutung und UlkuskrankheitErstmaßnahmen, Zeitpunkt der Endoskopie, Helicobacter-Eradikation, Prophylaxe unter Antikoagulation
Chronisch-entzündliche DarmerkrankungenColitis ulcerosa gegen Morbus Crohn, extraintestinale Manifestationen, Schubtherapie, Karzinomrisiko
Leberzirrhose und portale HypertensionAszites, spontan bakterielle Peritonitis, Varizenblutung, hepatische Enzephalopathie
VirushepatitidenSerologie lesen, Impfung, Postexpositionsprophylaxe, Meldepflicht
Akute und chronische PankreatitisUrsachen, Schweregrad, Flüssigkeitstherapie, Komplikationen
Cholelithiasis, Cholezystitis, CholangitisSonografie, Cholestaseparameter, Zeitpunkt der Intervention, Antibiotika
Kolorektales KarzinomFrüherkennung, Stadieneinteilung, Therapie nach Lokalisation
Reflux- und ÖsophaguserkrankungenAlarmsymptome, Barrett-Ösophagus, Achalasie, Medikamente
Diabetes mellitus Typ 1 und 2Diagnosekriterien, Therapieeskalation, Hypoglykämie, Folgeerkrankungen
Diabetische Ketoazidose, hyperosmolares KomaUnterschiede, Flüssigkeit, Insulin, Kaliumkontrolle
SchilddrüsenerkrankungenHyper- und Hypothyreose, Autoimmunformen, Knoten, thyreotoxische Krise
NebennierenerkrankungenCushing, Conn, Phäochromozytom, Addison-Krise; Screening gegen Bestätigung
Osteoporose und KalziumstoffwechselRisikofaktoren, Diagnostik, Therapie, Hyperparathyreoidismus
Akutes Nierenversagenprärenal, renal, postrenal; auslösende Medikamente; Indikation zur Dialyse
Chronische Niereninsuffizienz und DialyseStadien, Komplikationen, renale Anämie, Medikamentenanpassung
Glomerulonephritiden und nephrotisches SyndromLeitbefunde im Urin, Differenzierung nephritisch gegen nephrotisch
ElektrolytstörungenHyponatriämie, Hyperkaliämie, Hypokalzämie; Ursache, Therapie, Korrekturgeschwindigkeit
Säure-Basen-HaushaltBlutgasanalyse lesen, Anionenlücke, Kompensation

Leitlinien und deutscher Rahmen

Für den Diabetes mellitus Typ 2 gibt es eine Nationale VersorgungsLeitlinie, und die gesetzlichen Krankenkassen führen Disease-Management-Programme für Diabetes mellitus. Zielwerte wie HbA1c prüfen Sie in der aktuellen Fassung. Zur Krebsfrüherkennung, etwa beim kolorektalen Karzinom, gilt die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Altersgrenzen und Intervalle haben wir nicht verifiziert und nennen sie hier nicht. Lernen Sie sie aus der Richtlinie, wenn Sie die Seite des G-BA geprüft haben.

Rechtlich berührt die Domäne den Infektionsschutz. Hepatitis B, C und D sind beim direkten Erregernachweis namentlich laborpflichtig (§ 7 Abs. 1 IfSG). Für Virushepatitis A oder E gilt ein Besuchs- und Tätigkeitsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen (§ 34 Abs. 1 IfSG). Die Wiederzulassung setzt die ärztliche Feststellung voraus, dass keine Weiterverbreitung mehr zu befürchten ist.

Drei typische Fallen

  1. Zu schnelle Korrektur. Bei chronischer Hyponatriämie kann eine zu rasche Korrektur schaden. Lesen Sie in der Aufgabe, ob die Störung akut oder chronisch ist und ob Symptome bestehen. Die Therapie hängt davon ab.
  2. Insulin vor Kalium. Bei der diabetischen Ketoazidose gehört die Kaliumkontrolle vor den Insulinbeginn. Aufgaben fragen gern nach der Reihenfolge von Flüssigkeit, Insulin und Kalium.
  3. Medikament und Niere. Metformin, NSAR, ACE-Hemmer, Kontrastmittel und Antibiotika verlangen bei Niereninsuffizienz Anpassung oder Verzicht. Wenn in der Vignette eine eingeschränkte Nierenfunktion steht, prüfen Sie zuerst jede Option auf diesen Punkt.

So wiederholen Sie die Domäne

  • Fünf Lerntage: Tag 1 Gastroenterologie obere und untere Blutung, Entzündung, Leber; Tag 2 Pankreas, Galle, Kolon, Reflux; Tag 3 Diabetes und Schilddrüse; Tag 4 Nebenniere, Knochen, Kalzium; Tag 5 Niere, Elektrolyte, Säure-Basen.
  • Laborwerte schematisch lesen. Beginnen Sie bei Nierenwerten und Elektrolyten, dann Leber und Cholestase, dann Entzündung. Ein festes Schema verhindert, dass Sie einen Wert übersehen.
  • Eine Seite Algorithmen. Je ein Ablauf für Blutung, Ketoazidose, Hyperkaliämie und akutes Nierenversagen. Schreiben Sie ihn aus dem Gedächtnis auf und vergleichen Sie.
  • Gemischte Blöcke. Kombinieren Sie diese Domäne mit Pharmakologie, damit Dosierung bei Niere und Leber geübt wird.

Drei Denkwege aus Aufgabenmustern

Die folgenden Muster sind eigene Beispiele zur Veranschaulichung, keine Prüfungsfragen und keine Antwortoptionen. Sie zeigen, in welcher Reihenfolge Sie eine Vignette lesen und entscheiden.

Hämatemesis bei Dauermedikation mit NSAR

Die Reihenfolge lautet: Kreislauf stabilisieren, Zugänge und Volumen, Blutbild und Gerinnung, dann Endoskopie zur Diagnostik und Therapie, danach Eradikation oder Absetzen des Auslösers. Optionen, die mit der Eradikation beginnen oder auf die Endoskopie verzichten, übersehen die Dringlichkeit. Fragt die Vignette nach Antikoagulation, prüfen Sie die Konsequenz für die Medikation.

Leberzirrhose mit Aszites, Fieber und Bauchschmerz

Der Verdacht heißt spontan bakterielle Peritonitis. Die diagnostische Aszitespunktion gehört zur Abklärung, die Antibiotikatherapie darf nicht auf sich warten lassen. Typisch ist eine Verbindung mit der Nierenfunktion: Prüfen Sie Kreatinin, Albumin und die Frage, welche Medikamente jetzt pausiert werden müssen.

Diabetiker mit Erbrechen und tiefer Atmung

Hohe Glukose, Azidose und Ketone sprechen für die diabetische Ketoazidose. Die Therapie besteht aus Flüssigkeit, Kaliumkontrolle und Insulin, in dieser Logik. Prüfen Sie, ob die Vignette einen Kaliumwert nennt, denn er entscheidet über den Insulinbeginn. Ein ausgeprägt hoher Glukosewert bei fehlender Azidose und starker Exsikkose weist dagegen auf das hyperosmolare Koma.

Selbsttest in Stichworten

Beantworten Sie diese Fragen mündlich, ohne Unterlagen. Wo Sie stocken, liegt Ihr nächster Lernblock. Es sind Prüfimpulse, keine Multiple-Choice-Aufgaben.

  • Welche Schritte folgen auf eine obere gastrointestinale Blutung in der richtigen Reihenfolge?
  • Wie interpretieren Sie ein Leberprofil mit cholestatischem Muster?
  • Welche Elektrolytstörungen sind akut gefährlich, und wie werden sie behandelt?
  • Wie unterscheiden Sie diabetische Ketoazidose und hyperosmolares Koma?
  • Welche Medikamente müssen bei Niereninsuffizienz angepasst oder pausiert werden?
  • Welche Befunde sprechen für Hyperthyreose, welche für Hypothyreose?

Checkliste vor dem Examen

  • Sie können eine Hepatitis-Serologie lesen und wissen, was geimpft, gemeldet oder behandelt wird.
  • Sie unterscheiden Ketoazidose und hyperosmolares Koma und kennen die Therapiereihenfolge.
  • Sie ordnen Elektrolytstörungen der Ursache zu und kennen die Gefahr zu schneller Korrektur.
  • Sie erkennen prärenales, renales und postrenales Nierenversagen anhand von Anamnese und Befunden.

Weiter: Kardiologie und Pneumologie, Hämatologie und Infektiologie und der 100-Tage-Lernplan.

Try M2 Staatsexamen practice questions free

Create a free account and answer sample questions with full explanations before you buy a pass.

Practise free

Frequently asked questions

Wie viele Aufgaben gehören zu Gastro, Nephro und Endokrinologie?

Nach unserer Näherung rund 10 %, also etwa 32 von 320. Das IMPP veröffentlicht keine offiziellen Fachgewichte.

Muss ich Zielwerte wie HbA1c auswendig kennen?

Lernen Sie sie aus der aktuellen Nationalen VersorgungsLeitlinie und nicht aus Zusammenfassungen. Wir nennen hier keine Zahlen, die wir nicht an der Leitlinie geprüft haben.

Welche Meldepflichten gehören zu dieser Domäne?

Der direkte Nachweis von Hepatitis B, C und D ist namentlich laborpflichtig (§ 7 Abs. 1 IfSG). Für Hepatitis A und E gilt ein Tätigkeitsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen (§ 34 Abs. 1 IfSG).

Wie verbinde ich die Domäne mit Pharmakologie?

Üben Sie gemischte Blöcke mit Niereninsuffizienz und Leberzirrhose, weil dort Medikamente angepasst oder abgesetzt werden müssen.

Start practising for M2 Staatsexamen

Original questions, an explanation for every option, and a mock exam built to the blueprint. One exam per pass, from $30.

See passes
Practise M2 Staatsexamen Pricing